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Farbe ist nicht gleich Farbe.: Farbprofile

Mit den Farben ist das so eine Sache. Wenn das Farbprofil nicht stimmt, sieht etwa das Rot eines T-Shirts auf einem Monitor anders aus als auf dem gedruckten Endergebnis. Farbprofile sind dazu da, Farbräume anzupassen und über Gerätegrenzen hinweg durchgängig das gleiche Farbempfinden zu erzeugen. Was dahintersteckt, erfahren Sie hier.

Was sind Farbprofile?

Ein Farbprofil ist ein Datensatz, der dabei hilft, die Farben eines Farbraums – also z.B. CMYK (für den Druck) oder RGB (für Bildschirmdarstellung) – möglichst farbecht von einem Farbraum zum anderen zu übertragen. Schließlich besitzt jeder Drucker, jede Druckmaschine und jeder Monitor eine individuelle Farbwiedergabe und -interpretation. Farbprofile sorgen dafür, dass die unterschiedlichen Geräte farblich miteinander kommunizieren können, damit immer die gleiche Farbe reproduziert wird. Als internationales Standard-Format für Farbprofile dient das ICC-Farbprofil des International Color Consortium (ICC).

Welche Farbprofil-Kategorien gibt es?

Das ICC hat vier Farbprofil-Kategorien definiert, um eine einheitliche Farbkommunikation über unterschiedliche Geräte hinweg sicherzustellen: Monitorprofile, Eingabeprofile, Profile für Ausgabegeräte und Dokumentprofile.

Monitorprofile werden zur Monitorprofilierung verwendet. Nur mit einem profilierten Monitor lassen sich durchgängig farbtreue Ergebnisse erreichen. Denn wie eingangs erwähnt, bildet ein Monitor Farben selten genauso so ab, wie sie in der Realität erscheinen.

Für Eingabegeräte, wie z.B. Digitalkameras, müssen ebenfalls Eingabeprofile erstellt werden, um deren Farbeigenschaften zu beschreiben. .

In Europa nutzen Ausgabegeräte wie Farbdrucker oder Proof-Geräte z.B. das Standardfarbprofil ISO Coated v2, um standardisierten Offsetdruck zu simulieren.

Dokumentenprofile sind dagegen keine Farbprofile im engeren Sinn. Vielmehr handelt es sich hier um Profile, die die korrekte Zuordnung eines Dokuments ermöglichen. Damit kann ein Bild schon bei der Erstellung im Grafikprogramm einem speziellen Farbprofil, wie z.B. sRGB, zugewiesen werden.